Galopp-ABC

A
Abwiegen:

Ein Reiter wird auf das von seinem Pferd zu tragende Gewicht geprüft. Das Gewicht umfasst den Reiter, seine Kleidung, den Sattel einschließlich Gurten und Bügeln. Fehlgewichte werden durch Bleiplatten im Sattel ausgeglichen.

Altersgewichtsrennen:

Ein Rennen, bei dem das vom Pferd zu tragende Gewicht von dessen Alter, Geschlecht, Leistungen und Gewinnen abhängig ist.

Amazonen:

Amazonen sind weibliche Rennreiterinnen.

Aufgalopp:

Das Pferd galoppiert zur Startstelle. Dies ist ein Teil der Vorbereitung auf das bevorstehende Rennen.

Ausgleichsrennen:

Ein Rennen, bei dem die Pferde aufgrund ihrer bisherigen Leistungen ein Gewicht (GAG: Generalausgleich) vom Handicapper zugeteilt bekommen. Dies dient der Chancengleichheit. Die Skala des GAG reicht von 30 kg für schlechte Pferde bis 110 kg für die Topgalopper.

Die Flachrennen werden in folgende Ausgleiche eingeteilt: I, II, III und IV

Ausgleich IV Abzug vom GAG 0, der Zuschlag max. 10 kg
Ausgleich III Abzug von 6 kg bis 12 kg
Ausgleich II Abzug von 18 kg bis 24 kg
Ausgleich I Abzug von 30 kg bis 36 kg

Außenwetten:

Außenwetten sind Wetten, die vor dem Rennen außerhalb der Bahn in den Wettannahmestellen abgeschlossen werden.

B
Buchmacher:

Gewerbetreibender, der Wetten auf sein eigenes Risiko annimmt.

C
Canter (engl.):

Ruhiger und gleichmäßiger Galopp.

Champion:

Champion ist der Jockey mit den meisten Siegen im Rennjahr.

D
Derby:

Das Derby ist ein klassisches Rennen, bei dem nur 3-jährige Pferde startberechtigt. Alle Pferde tragen in diesem Rennen das gleiche Gewicht, wobei Stuten in Deutschland eine Erlaubnis von 2 kg haben. (siehe Stutenerlaubnis) Es ist das wichtigste Rennen im Leben eines Vollblüters. (siehe klassische Rennen)

E
EBF:

Europäischer Züchterfond, der durch Zahlungen der Denkhengsthalter in den abgeschlossenen Ländern ein Programm von besonders förderungswürdigen Rennen unterstützt.

Englisches Vollblut:

Das Englische Vollblut bezeichnet eine speziell für den Galopprennsport gezüchtete Pferderasse aus der Gruppe der Vollblüter. (siehe Vollblüter)

Erlaubnis:

Erlaubnisreiter dürfen weniger als das vorgeschriebene Gewicht tragen. Reiter sind solange Erlaubnisreiter bis sie 50 Siege errungen haben. Die Gewichtserlaubnis wird von 5kg – 1kg je nach Anzahl der bereits erzielten Siege gestaffelt.

Eventualquote:

Die Quote, die bei Sieg des jeweiligen Pferdes bei einem Einsatz von 10€ (1€) ausgezahlt wird. Die Eventualquote ändert sich ständig und ist davon abhängig in welchem Umfang das jeweilige Pferd gewettet wird.

F
Favorit:

Das höchst eingeschätzte und somit am meisten gewettete Pferd im Rennen.

Fegentri:

Die Fegentri ist eine Vereinigung europäischer Amateurrennreiterverbände (Fédération Internationale des Gentlema-Riders). In Amateurrennen, die als Fegentri-Rennen gelaufen werden, müssen Reiter aus mindestens drei verschiedenen Nationen teilnehmen, damit das Rennen für das Europa-Championat gewertet werden kann.

Flieger:

Pferd, welches am besten für Kurzstrecken, von 1000 – 1400 Meter, geeignet ist. (siehe Meiler und Steher)

Formen:

Die gezeigten Leistungen eines Pferdes bei seinen letzten Starts. Hier wird speziell auf Veränderungen geachtet.

Furlong (engl.):

220 yards = ca. 200 Meter (siehe Meile)

Führring:

Bereich, in dem die startberechtigten Pferde des jeweiligen Rennens dem Publikum vorgestellt werden. Die Reiter sitzen dort auf.

G
Galopp:

Der Galopp ist die schnellste natürliche Gangart des Pferdes.

Geburtsland:

Ein eingeführtes Pferd und ein ausländisches Gastpferd führen zu ihrem Namen grundsätzlich die Abkürzung für ihr Geburtsland (z. B. (GB), (FR) oder (USA*)) Die Geburtsabkürzung mit * bedeutet, dass das Pferd eine Inländergeltung besitzt. Pferde die keine Geburtsabkürzung hinter ihrem Namen führen sind in der Bundesrepublik Deutschland geboren.

Geläuf:

Der Untergrund der Rennbahn, zumeist Rasen, aber auch Sand möglich. Der Zustand des Bodens wird vor dem Renntag gemessen, "Boden gut" ist das Ziel, da dies den meisten Pferden entgegenkommt.

Generalausgleich (GAG):

Die Handicap-Aufstellung aller Galopper und damit eine Art Rangliste. Wird jedes Jahr veröffentlicht und berücksichtigt die gezeigten Rennleistungen des jeweiligen Pferdes im zurückliegenden Jahr.

Gewicht:

Eine der wichtigsten Größen im Galoppsport die bestimmt, welche Last das Pferd im jeweiligen Rennen aufgrund der Ausschreibung oder seines Handicaps zu tragen hat. Das Gewicht setzt sich aus Reiter, dessen Kleidung, dem Sattelzeug und eventuell zusätzlichen Bleigewichten zusammen.

Gewichtserlaubnis:

Gewichtserlaubnis bedeutet eine Verringerung des ursprünglich von einem Pferd zu tragenden Gewichts. Eine Erlaubnis gibt es für Reiter, die noch keine 50 Siege errungen haben. Je nach Anzahl der Siege staffelt sie sich zwischen 5 kg und 1 kg. Eine Erlaubnis von 2 kg gilt in Altersgewichtsrennen für Stuten.

Grupperennen:

Grupperennen werden in allen Ländern ausgetragen. Sie ermöglichen einen internationalen Vergleich ihrer Wertigkeit. Grupperennen sind in drei Kategorien I, II, III eingeteilt. Gruppe I – Rennen haben die höchste Wertigkeit. In Deutschland gibt es sieben Gruppe I – Rennen.

Grün:

Eigenschaft, welche einem Pferd zukommt das noch sehr unerfahren im Rennen agiert.

H
I
J
Jockey:

Ein Jockey ist ein Berufsrennreiter, der mindestens 50 Rennen gewonnen hat. Bis dahin wird er als Rennreiter bezeichnet.

K
Klassische Rennen:

Ein Jockey ist ein Berufsrennreiter, der mindestens 50 Rennen gewonnen hat. Bis dahin wird er als Rennreiter bezeichnet.

Klassische Rennen sind solche, bei denen nur Pferde 3-jährige Pferde startberechtigt sind. Alle Pferde tragen in diesem Rennen das gleiche Gewicht, wobei Stuten in Deutschland eine Erlaubnis von 2 kg haben. (siehe Stutenerlaubnis). Zwei klassische Rennen sind den Stuten vorbehalten, die anderen Drei sind offen für Hengste und Stuten. Wallache haben in Europa keine Startberechtigung in klassischen Rennen.

In Deutschland sind folgende Rennen klassisch:

German 1.000 Guineas, gelaufen in Düsseldorf (Stuten)

Mehl-Mülhens-Rennen, gelaufen in Köln (Hengste und Stuten)

Preis der Diana, gelaufen in Düsseldorf (Stuten)

Deutsches Derby, gelaufen in Hamburg (Hengste und Stuten)

Deutsches St. Leger, gelaufen in Dortmund (Hengste und Stuten)

M
Maidenrennen:

Rennen, in dem nur Pferde startberechtigt sind, die noch nie ein Rennen gewonnen haben. Maidenrennen werden für zweijährige, dreijährige oder vierjährige und ältere sieglose Pferde ausgeschrieben.

Meile:

8 furlongs = 1760 yards = ca. 1600 m

Meiler:

Pferd, welches am besten für Mitteldistanzen, von 1600 bis 2200 Meter, geeignet ist. (siehe Flieger und Steher)

O
Ohrenstöpsel:

Ohrenstöpsel sollen empfindliche Pferde vor der allgemeinen Geräuschkulisse schützen, damit sie sich auf das Renngeschehen konzentrieren. Im Rennprogramm werden Scheuklappen mit dem Kürzel „O“ vermerkt.

P
Pedigree:

Stammbaum, Ahnentafel eines Vollblüters.

Peitsche:

Der Einsatz der Peitsche im Rennen ist streng reglementiert. Die Peitsche darf eine maximale Länge von 75 cm haben und muss eine Mindestdicke aufweisen. Vor jedem Rennen werden die Reitpeitschen stichprobenartig mit einem Peitschenmessgerät geprüft.  Im Rennen darf die Peitsche 7 Mal eingesetzt werden, bei einem sehr knappen Einlauf maximal 9 Mal. Die peitschenführende Hand darf nicht über Schulterhöhe geführt werden. Auf einem geschlagenen Pferd ist der Peitscheneinsatz generell verboten.

Pferdelänge:

Der Abstand zwischen zwei Pferden wird im Richterspruch in Pferdelängen ausgedrückt. Eine Pferdelänge ist nach Rennordnung mit 2,50m definiert.

Pferdepass:

Erfasst sind alle sichtbaren Besonderheiten eines Pferdes, so dass der Vollblüter jederzeit genau identifiziert werden kann.

R
Rennfarbe:

Jeder Rennstallbesitzer hat seine eigene Rennfarbe. Es ist eine beim Direktorium registrierte Kombination von Farben und Muster für den Dress des Reiters.

Rennleitung:

Das Schiedsrichterteam auf der Rennbahn. Es Überprüft die genaue Abwicklung des Rennens.

Richterspruch:

Im Richterspruch wird der Ausgang eines Rennens dokumentiert. Er enthält folgende Informationen:

1.) Die Reihenfolge, in der die Pferde eingekommen sind. 2.) Die Abstände zwischen den Pferden. 3.) Die Zeit des Rennens 4.) Die Art, wie der Sieger gewonnen hat. Dabei wird wie folgt unterschieden

S
Scheuklappen:

Schränken das Sichtfeld des Pferdes ein, um die Aufmerksamkeit zu verbessern. Im Rennprogramm werden Scheuklappen mit dem Kürzel „Skl.“ vermerkt.

Sport-Welt:

Deutschlands älteste Sportpublikation. Sie enthält alle Informationen, die für den Wetter wichtig sind.

Steher:

Pferd, das am besten für weite Renn-Distanzen, oberhalb der 2200 Meter, geeignet ist. (siehe Flieger und Meiler)

Stutenerlaubnis:

Zum Ausgleich der geschlechtsspezifischen Nachteile bekommen Stuten in einem Rennen einen Gewichtsvorteil von 2 kg. Von dem errechneten Gewicht entsprechend der Ausschreibung werden 2 kg abgezogen.

T
Totalisator:

Institution des Wettgeschäfts auf der Rennbahn. Die Wetter wetten gegeneinander in den Toto. Er bildet die Finanzierungsgrundlage des Galoppsports.

Totes Rennen:

Ein Rennen, bei dem zwei oder mehr Pferde gemeinsam das Ziel passiere und auch durch die Technik nicht zu trennen sind. Die Wetten werden dann für beide Pferde ausbezahlt, allerdings mit halbierter Quote.

Tripple-Crown (engl.):

Ein Pferd gewinnt alle drei wichtigen klassischen Rennen. Die 2.000 Guineas, das Derby und den St. Leger (siehe klassische Rennen).

V
Vollblüter:

Pferde, deren Abstammung auf Araberpferde zurückgeht. Dazu werden heute offiziell Vollblutaraber, das englische Vollblut und der Anglo-Araber gezählt (siehe englisches Vollblut)

Vorwetten:

Die Summe der vor Beginn des Renntages getätigten Siegwetten auf die einzelnen Starter.

W
Wallach:

Ein Wallach ist ein männliches, kastriertes Pferd.