Termine

  • Termine 2012
    Frühjahrs-Meeting 16.-20.5.
    Grosse Woche 25.8. - 6.9.
    Sales & Racing Festival 19.-21.10.



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Die Hall of Fame

Drei Siege im Grossen Preis von dem Baden, dem sportlichen Höhepunkt der Galopprennen in Iffezheim seit 1858, haben bislang nur zwei Pferde geschafft und sie führen natürlich die „Hall of Fame“ an – Kincsem (1877 – 1879) und Oleander (1927 – 1929). Nach diesen beiden Pferden sind die Türme der Iffezheimer Tribüne benannt.

Kincsem
Die ungarische Stute Kincsem gilt vielen Experten als das erfolgreichste Pferd aller Zeiten. Im Lauf ihrer vierjährigen Rennkarriere startete sie 54mal und wurde nie bezwungen. Nur in Baden-Baden war sie einmal am Rande einer Niederlage. Im Grossen Preis von Baden von 1878 auf tiefem Boden erzwang der Herausforderer Prince Giles I ein totes Rennen. Im Entscheidungslauf war die Stute aber nicht zu bezwingen. Es war der zweite von drei Erfolgen im Badner Grand Prix, im folgenden Jahr schaffte sie den Hattrick „nach hartem Kampf“ gegen Künstlerin. Im Gestüt hatte Kincsem nur eine kurze Laufbahn. Sie starb an ihrem 13. Geburtstag am 17. März 1887, nach einem Kolikanfall.



Oleander
Der Fuchshengst aus der Zucht des Gestüt Schlenderhans gewann den Grossen Preis von Baden 1927 bis 1929. Bei seinem ersten Erfolg musste er noch gegen den französischen Gast Sac a Papier hart kämpfen, die beiden anderen Siege schaffte der Hengst leicht und locker. Oleander gilt als das erste in Deutschland gezogene Pferd mit großem internationalem Format, auch wenn ihm ein Erfolg im Prix de l’Arc de Triomphe versagt blieb. Seine Lebensgewinnsumme wurde in Deutschland erst 1968 von Luciano übertroffen. Oleander war jedoch nicht nur ein überragendes Rennpferd, er vererbte sein Talent auch weiter.  9 gewann er das Championat der Vaterpferde in Deutschland.

 

Gruppe-Rennen

Um die Leistungsprüfungen international besser vergleichbar zu machen, wurde das System der Gruppe-Rennen geschaffen – vom sportlichen Stellenwert vergleichbar mit den europäischen Fußball-Wettbewerben. In Deutschland wurden die Gruppe-Rennen, die in drei Kategorien aufgeteilt sind, 1973 eingeführt. Seit dem haben drei Pferde jeweils drei Gruppe-Rennen in Baden-Baden gewonnen.

Prince Flori
Der von Heinz A Wacek gezüchtete Lando-Sohn Prince Flori sorgte 2006 für die große Sensation: Als 274:10-Außenseiter gewann der damals 3-jährige Hengst mit Filip Minarik den Grossen Preis von Baden vor Oriental Tiger und Saddex. Damals war der Grand Prix noch Teil der inzwischen wieder eingestellten World Racing Championships und trug ein Gesamtpreisgeld von 750.000 Euro. Im folgenden Jahr bewies der von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainierte Prince, dass der Erfolg keine Eintagsfliege war. Gegen Egerton und Schiaparelli holte er mit Adrie de Vries im Sattel das Hauptrennen des Frühjahrs-Meetings, ein Gruppe II-Rennen über 2.200m. 2008 machte er die Sammlung komplett und schnappte sich mit dem Preis der Sparkassen-Finanzgruppe auch noch ein Gruppe III-Rennen.



Wiesenpfad
Der Waky Nao Sohn, gezüchtet im Gestüt Ravensberg, im Besitz von Heide Harzheim, war stets ein Publikumsliebing in Iffezheim. Seine drei Gruppe-Erfolge in den Jahren 2007 bis 2009 wurden groß gefeiert. Im Preis der Sparkassen-Finanzgruppe (Gr.III, 2.000m) während der Grossen Woche war Wiesenpfad zweimal erfolgreich, 2008 schob er die Badener Meile (Gr.III, 1.600m) im Frühjahrs-Meeting dazwischen. 2007 und 2008 ritt in Adrie des Vries, 2009 saß Andreas Suborics im Sattel des großen Kämpfers. Trainiert wurde Wiesenpfad von Waldemar Hickst.



Lucky Strike
Viele Jahre beherrschte Lucky Strike die Sprinterszene in Deutschland – der ganz große Wurf, der Gewinn der Goldenen Peitsche blieb im allerdings verwehrt. 2005 kam der in England gezüchtete Petong-Sohn zwar als Erster ins Ziel, wurde wegen Behinderung aber hinter Striking Ambition gesetzt, eine umstrittene Entscheidung. 2003 und 2004 war Lucky Strike im Besitz der Lucky Stables International schon jeweils Dritter in der wichtigsten deutschen Fliegerprüfung geworden. Doch im Bénazet-Rennen (Gr.III, 1.200m), dem Topsprint des Frühjahrs-Meetings, hielt sich der Schützling von Andreas Trybuhl schadlos: 2004, 2005 und 2007 trug er sich in die Siegerliste ein, stets geritten von Adrie de Vries.

Alle auf einen Streich
Sechs Gruppe-Rennen gibt es während der Grossen Woche und die Zahl der Jockeys, Trainer und Besitzer, die das halbe Dutzend komplett in ihrer Sammlung haben, ist ausgesprochen klein:


Jockeys
Walter Held schaffte es in der Zeit von 1937 bis 1955, ihm gelangen insgesamt elf Siege in diesen Rennen
Fritz Drechsler (1951 – 1972)  14 Siege
Andreas Suborics (1997 – 2004) 13 Siege

Trainer:
Heinz Jentzsch (1961 – 1976) 23 Siege
Hein Bollow (1966 – 1978) 18 Siege
Peter Schiergen (1998 - 2010) 12 Siege

Besitzer:
Gestüt Röttgen (1936 – 1981) 14 Siege